Walter Maurer

Walter Maurer – der Farbfanatiker, ein Virtuose im Umgang mit Lack, Pinsel und Spritzpistole.

Erstaunliche Kompositionen entführen den Betrachter in eine faszinierende Farbenwelt. Seine Leidenschaft, man spürt es, ist das Medium Lack. Die Leuchtkraft der Farben und ihre Verläufe geben seinen Werken die unverkennbare, einzigartige Handschrift, die ihn bekannt  machte.Harmonische Farbinzenierungen, mit teilweise schon “organisch” anmutenden Darstellungen wechseln sich mit zeitgeschichtlichen und aktuellen Themen ab.

Werdegang

1942 in München geboren.

1959 schließt Walter Maurer die Ausbildung in der Kunstgewerbeschule Hans Baier als Jahrgangsbester ab. Maurer beginnt seine Laufbahn als Designlackierer und Werbetechniker.

1965 – 1967 Graphikstudium an der Privatschule Carl Ludwig Gössl.

Ab 1966 zeigt Walter Maurer erstmals erste Experimente auf Blech.Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Kubismus und Expressionismus -in abgewandelter Form finden sich diese Werke auf Automobilen wieder. Maurer war der erste in diesem Bereich. Und ist heute noch der Beste, der „Dior des Blechs“ in diesem Metier (wie er oft bezeichnet wird).

1967 macht er sich als Lackdesigner selbständig. Das Thema „Die Mobilität des Automobils“ steht immer wieder im Zentrum seiner Arbeiten. In seinen Bildern zeigen fließende Linien seine Auffassung von „Bewegung“. Kräftige Farben, oft großzügig angewandt, verstärken den Eindruck von Dynamik . Seine Kreativität, die einzigartige Technik im Umgang mit  Lacken, ungewöhnliche Farbwahl und völlig neue Wege beschreitende Oberflächengestaltung ließen ihn zum Initiator einer grundlegend neuen Kunstrichtung werden – der „Lackaquarelltechnik“, die bezüglich des immensen Aufwandes beim auftragen des Lackes und der hochglänzenden Oberfläche mit der weit über 2000 Jahre alten ostasiatischen Lackkunst sehr eng verwandt ist.

1975 – 1991 Der erste Auftrag an Walter Maurer, um zusammen mit Alexander Calder den Grundstein zur BMW Art Car-Serie zu legen. Mit dem Rennwagen BMW 3.0 CSL (Start-Nr. 93) wird diese Herausforderung zum Beginn einer lange währendenLiasion mit BMW.

Als Partner der weltbekannten Künstler wie Frank Stella (1976 BMW 3.0 CSL), Roy Lichtenstein (1977 BMW 320i Gruppe 5), Andy Warhol (1979 BMW M1, Start-Nr. 76 in Le Mans, 24 Std., Ges. 6. Platz), Prof. Ernst Fuchs (1982 BMW 635 CSi), Cesár Manrique (1990 BMW 730i) und A.R. Penk (1991 BMW Z 1) trägt Maurer nicht unerheblich zum Erfolg dieses Objektes bei.

1980/89 – Walter Maurer kreiert für die BMW AG für diverse Rennfahrzeuge einzigartige Lackdesigns. In diesem Zeitraum fährt er auf verschiedenen BMW M1erfolgreich Rennen, z.B.: Deutsche Rennsport Trophäe 1981, Super Cap Gruppe C 1987/88/89, einige Rennen zur Langstrecken-Meisterschaft.

1980/82 – Walter Maurer lackiert mehr als 40 BMW M1 Fahrzeuge im Kundenauftrag ab Werk vor deren Auslieferung an die Kunden. Nur einige Beispiele:

  • BMW M1 Dr. Soldan, Nürnberg (siehe Magazin „Classiccars“ Nov. 2006,
  • BMW M1 Dieter Quester, Wien, in Oak Green
  • BMW M1 Michael Krankenberg – BMW M1 Harry Scheller, Ratingen, in Weinrot Metallik
  • BMW M1 Münchener Wirte – Prinz Leopold v. Bayern (Gr.4, LM 1981, # 71)
  • BMW M1 Procar Dr.H. Marko/Jo Gartner #88
  • BMW M1 Procar „Nürburgring“ Auto # 201
  • sowie alle BMW Motorsport Procars der Serie 1979.

1990 – Erste Ausstellungen im In- und Ausland, 1993 ist Maurer der erste zeitgenössische Künstler im neuen BASF-Lackmuseum in Münster.

1991bis 2001 wurde Walter Maurer als Lehrbeauftragter an die Akademie der Bildenden Künste in München berufen. Bildhauer und Maler, aber auch Grafiker und Architekten ließen sich insprieren und anleiten, neue und attraktive Wege zu gehen.

1994 bis 2000 leitet Maurer seine Akademie für Design, Kunst und Lacktechnik in Hebertshausen bei München. Designer und Künstler, Farbentechniker und Studenten der Akademie der Bildenden Künste erhielten dort die Impulse und Techniken vermittelt, die ihnen eine Sonderstellung auf ihren weiteren Weg ermöglichen.

1998 – Eine „Automobil-Skulptur“ entsteht. Erstmals wird eine Karosserie komplett in die künstlerische Gestaltung einbezogen. Es gibt keine Fenster, alle bestehenden Flächen wurden in die farbliche und kommunikative Aussage integriert.

1999 – Erste Farb-Entwürfe für den neuen BMW-Williams-Formel 1 Rennwagen entstehen unter größter Geheimhaltung bei Walter Maurer

2000 – Frühjahr: Ausstellung bei DaimlerChrysler in Dresden in Verbindung mit der Präsentation einer Maurer-A-Klasse. Sommer: Für EADS / eurocopter entsteht eine BK 117 im typischen Maurer-Design. Herbst: Die zweite „Automobil-Skulptur“ entsteht. „…come together“, ein Thema, das in dieser Form hohe Aufmerksamkeit erlangt. Winter: Das Formel 1–Team BMW. Williams war mit der Wiedergabe der Farben der Rennfahrzeuge in Print- und TV-Medien nicht einverstanden, Walter Maurer entwickelt zusammen mit BASF/Glasurit einen neuen Blauton, der endlich den gewünschten Effekt in den Medien erzielt. Sir Frank Williams und Patrick Head, Gerhard Berger, Dr. Mario Theissen und BMW Vorstand Prof. Dr.-Ing. Burkhard Göschel sind begeistert. Nebenbei lackiert die Maurer GmbH die Formel 1–Renner für das erste Rennen in Melbourne 2001.

2001 – Frühjahr: Die Ausstellung „…come together“ in Dachau (mit der gleichnamigen Automobil-Skulptur) wird durch die positiven Besucherzahlen um mehrere Wochen verlängert.

2002

  • Vorstellung des BMW Coupès „circle“  als absolutes High-Light vor 450 VIP’s anläßlich der Abendveranstaltung / der Ausstellungseröffnung der Farbe 2002 in München, die BMW AG stellt einen neuen BMW 328 Ci zur Verfügung und nutzt dieses Medium zur Imagepflege
  • Kunst-Ausstellung im Schloß Leitheim während der gesamten Konzertsaison von Mitte Juni bis Ende September. Bei der Eröffnung sind Vorstände und Geschäftsführer  u.a. von BMW, EADS, Daimler-Chrysler, BASF SE, und Eurocopter  anwesend
  • Oktober – Ausstellung in den smart-Centern  in München und Augsburg
  • November – Ein Auftrag von EADS wird als Folge der Ausstellung in Leitheim erteilt. Die Herausforderung, einen Jet der Superlative, den Eurofighter zu gestalten, löste Maurer souverän – mit der abstrakten Darstellung miteinander kommunizieren – der Figuren – den Menschen im Dialog und an der Schnittstelle zur High-Technology.

2003 – Ausstellung bei BMW im FIZ mit den Automobil-Skulpturen

2004 – Kontaktaufnahme eines staatl. Konsortiums zwecks Beratung zum Aufbau einer Versuchslackiererei mit Hinblick auf eine Anlage für eine Serienlackiererei einer  für 2010 geplanten neuen Automobilmarke.

2005 – Walter Maurer gestaltet einen Hochleistungssportwagen. Dieses Fahrzeug soll mit einem absoluten Rundenrekord in der grünen Hölle, dem Nürburgring, 2007 Aufsehen erregen und international vermarktet werden.

2006 – Neue Farben entstehen im Auftrag eines Chemiekonzern, erwarteter Serieneinsatz – ab 2008.

Allgemeines über Walter Maurer

Sein einzigartiges Know-how nutzen viele Industriekonzerne wie z.B.: BMW, DaimlerChrysler, EADS, Opel, eurocopter, Suzuki, Philipp Morris, Swarovski,  Irizar Busse, verschiedene Fluggesellschaften wie Lufthansa, LTU, Eurowings, RUAG Aerospace, Condor, Thomas Cook etc.. Maurer lackiert für deutsche Automobilhersteller Unikate für internationale Messen und Ausstellungen (z.B. IAA – Internationale Automobil Ausstellung in Frankfurt, Tokio Motor-Show, Genf, Paris). Weiterhin ist Walter Maurer als Berater für internationale Konzerne wie Beiersdorf / tesa AG, EADS Military Aircraft, etc. tätig.

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